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Pierre Kynast



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Geld. - Ich glaube der Ursprung des Geldes liegt im künstlerischen Schaffen. Denn es ist schon eine merkwürdige Sache, dass Menschen bereit sein sollten, etwas ziemlich Wertloses gegen etwas Wertvolles zu tauschen, Papier gegen einen Schrank oder Gold gegen Nahrung. Ich halte das sogar für absurd. Es bleibt also, dass das Wertlose doch irgendeinen Wert haben müsste, um als Tauschgut überhaupt in Frage zu kommen. Und genau diese Bedingung scheint mir am Anfang der Sache mit dem Geld, das urkünstlerische Schaffen zu erfüllen. Die künstlerischen Schöpfungen unserer Ahnen waren nicht weniger ideal aufgeladen, als die unserer kürzlichen Vorfahren oder gar unsere eigenen. Ich erinnere daran, dass noch heute Menschen ein Vermögen ausgeben würden, für einen Splitter vom Kreuz Jesus-Christus. Wie Wertvoll mag ein geschnitztes Totem in einer Höhlengemeinschaft vor 30.000 Jahren gewesen sein? Und schaut man auf die heutigen Banken, so findet man diesen Gedanken in ihren Galerien moderner Kunstwerke fortgesetzt. Der Kunstgegenstand ist also meiner Meinung nach das erste Geld.

Kunst aber und Kunstwerk, dass ist das typisch Menschliche und dass große am Menschen, - seine Spinnerei! Und dass er diese Spinnerei ernst nimmt und wertschätzt, dass ist es, was mit dem Geld, als realem Fakt bewiesen ist. Geld ist gut!

In dem Maße in dem der Austausch an Bedeutung und insbesondere an geographischem Raum gewinnt, muss auch die Idee hinter dem Geld einheitlicher und also abstrakter werden. Was ursprünglich konkreter und sehr individueller ideeller Wert ist, wird, um funktional bleiben zu können allgemeiner, leerer, zum Wert-an-sich. Diesen will uns das heutige Geld vorspiegeln. Es ist völlig form- und gehaltlos, liquide ist als Bild noch untertrieben, es ist für sich genommen nichts, ein paar Bits im Datenstrom… Und dass wir daran überhaupt heute noch festhalten, ist ein Beweis dafür, wie ernst es uns mit unserer Spinnerei ist.

Vor nicht allzu langer Zeit wurden in der Vogelherdhöhle in der östlichen Schwäbischen Alb verschiedene kleine Elfenbeinschnitzereien gefunden, unter anderem eine von einem Mammut und einem Wildpferd, die nur wenige cm groß sind. Man datiert sie auf ein Alter von etwa 35.000 Jahren. Was mag der Schöpferin oder dem Schöpfer dieser Figuren durch den Kopf gegangen sein? Was mögen diese Figuren ihnen und den Andernen ihrer Sippe bedeutet haben?

Wie auch immer, den ursprünglichen Charakter des Kunstwerkes hat unser Geld heute verloren, zuletzt blitze er noch in der kunstvollen Gestaltung der Geldscheine und Wertpapiere auf. Man könnte durchaus ohne Hader sagen, Geld ist heute leerer Wahn und man würde einen guten Teil der Sache damit trefflich beschreiben.

Mit dem Geld, von dem wir hier reden, hat der Kredit, so wie er heute funktioniert, lediglich im übertragenen Sinne zu tun. Natürlich, als ideeller Wert kann auch Geld auf Kredit vergeben werden, so wie eine Kuh, ein Auto oder ein Buch. Man kann es, wie viele andere Sachen auch, anderen Menschen zum Gebrauch überlassen, und daran die verschiedensten Bedingungen knüpfen. „Auf Kredit“ bedeutet in diesem Zusammenhang lediglich, dass man erwartet, nicht sofort, sondern über kurz oder lang eine Gegenleistung dafür zu erhalten. Ein solcher Geld-Kredit ist aber etwas völlig anderes als Kredit-Geld. Denn der Geld-Kredit bedarf auf Seiten des Gläubigers des Geldbesitzes. Das Kredit-Geld aber stellt gerade den Gläubiger davon frei, das Geld, welches er verleiht, auch besitzen zu müssen. Der Kreditgeld-Geber erfindet dieses Geld erst in dem Moment, da es von ihm verliehen wird. Und – ob man es glaubt oder nicht – das ist ihm erlaubt. Jeder klassische Geldkredit-Geber wird ihn darum beneiden, denn es ist die tatsächliche Lizenz zum Geld-„drucken“. Aber wer druckt denn heute noch!? Es bedarf nicht mal mehr des Abklatsches des realen Kunstwerks, ein paar Tastenanschläge genügen. Es ist eine Sache von Millisekunden, aus 100 1.000 oder aus 1.000 1.000.000.000 zu machen. Und wie gesagt, der Clou daran ist, dass es diese Millionen außer in Form von ein paar Bits gar nicht gibt, auch und gerade nicht im übertragenen Sinne. Das Kreditgeld entspricht eben nicht einem vorangegangenen künstlerischen Akt. Es entspricht eben nicht einem bereits existierenden Wert, in welcher Form auch immer, es ist bloßer Traum. Das aber muss man wissen und verinnerlichen, um zu verstehen, dass Kreditgeld eben nicht funktionieren kann, da es die Welt auf den Kopf stellt und den Anfang zum Ende verklärt… Zuletzt im Gedanken vom bedingungslosen Grundeinkommen. Aber das ist eine andere Sache. Geld ist ein Zeichen von Überschuss. Der Traum vom Geld offenbart den Mangel.

Solange Frau oder Mann nicht versteht, dass dem Kreditgeld GAR KEIN WERT entspricht, solange führt das Kreditgeld zu ihrer fortgesetzten, kalten Enteignung. Denn sie nehmen nun absurder Weise tatsächlich einen Un-Wert für Wert.

Geschickt eingefädelt, muss man anerkennend dazu sagen. Und das sollte keineswegs ironisch oder gar zynisch verstanden werden. Wer träumt nicht manchmal davon, dass ihm Milch und Honig und gebratene Hühner von Zauberhand in den Mund fließen. Die Lüge und der Betrug sind mit der großen Gabe des Menschen, der Spinnerei, verwandt und man soll sie ehren! Die Falle und der Trick, das Vorspiegeln falscher Tatsachen,… unseren Vorfahren hat es den Tisch gedeckt. Die Lüge ist gut! Und es ist noch besser, wenn man sie erkennt.

Ächten Sie das Kreditgeld! Jedes Weniger ist hier mehr!

Pierre Kynast
Merseburg, Februar 2012

Deutschland, als Person des nationalen und internationalen Rechts, braucht für all seine öffentlichen Hände keine Schuldenbremse, sondern ein Kredit-Schulden-Verbot. Dies sollten wir Bürger unserem Staat diktieren.

Die derzeitigen Schulden sollten vom Gläubiger Deutschland umgehend zinsfrei gestellt, und dann Stück für Stück beglichen werden. Für den Anfang würde es reichen, zu diesem Zweck die bisher verausgabten und nun freien Zinsleistungen zur Tilgung zu verwenden.

Pierre Kynast
28.12.2011

Mit jedem neuen Kredit wird neues Geld geschaffen. Die Folge davon ist, dass das bestehende Geld dementsprechend entwertet wird. Kredit-Schulden sind also nicht nur schlecht fürs persönliche Befinden, sondern gleichzeitig eine kalte Enteignung aller anderen Geldbesitzer. Da das Kreditgeld nicht nur quasi aus dem Nichts geschaffen sondern dazu auch noch mit einem Zins belastet wird, gibt es gar keine andere Möglichkeit, als die alten Kredite mit neuen, größeren zurück zu zahlen.

Pierre Kynast,
25.12.2011

Im philosophischen Quartett im Herbst 2011 habe ich einen gemeinen Fehler bemerkt. Der Gast auf der Safranski Couch meinte – wahrscheinlich in dem Versuch, eine Lanze für den Kredit zu brechen – dass das Tolle am Kredit ja wäre, dass man mit diesem Instrument zukünftige Gewinne bereits Heute realisieren könne. Das ist nun so in jeder Hinsicht falsch. Der Kredit realisiert unmittelbar einen Verlust, denn im Betrag seiner Größe mindert er den Wert des in Umlauf befindlichen Geldes. Da der Kredit aber meist sehr, sehr viel kleiner ist, als die umlaufende Geldmenge, fällt dieser Verlust unmittelbar kaum jemandem auf. Kreditnehmer und Kreditgeber haben also durch den Kredit alle anderen an der jeweiligen Währung Beteiligten erfolgreich um einen Teil Ihres Vermögens erleichtert, indem Sie das Geld durch Vermehrung entwertet haben. Für Sie ist das natürlich ein Gewinn, aber eben einer auf Kosten anderer und also keineswegs ein absoluter Gewinn und schon gar nicht im Voraus realisiert. Der Kreditnehmer hat das auf Kosten Dritter erschlichene Geld nun quasi Bar in der Tasche, der Kreditgeber führt es als Forderung in seinen Büchern.

Wenn nun alles richtig gut läuft, schafft der Kreditnehmer mit Hilfe des Kreditgeldes in der Zukunft soviel Wert, dass zumindest in der Gesamtrechnung der ursprüngliche Vermögensverlust wieder ausgeglichen wird. Im besten Fall mag sich darüber hinaus sogar noch ein zusätzlicher Wert und also ein absoluter Gewinn realisieren. Aber das alles ist Zukunftsmusik unter dem Banner „möglich“ und es kann auch ganz anders laufen.

Man kann sich nun fragen, wie es meistens läuft.

In der DDR zum Beispiel hat ein Brötchen 1988 5 Pfennig gekostet. Heute zahlt man dafür mindestens 25 Eurocent. Die DDR Währung wurde 2:1 in die BRD Währung getauscht. Das Brötchen kostete also 2,5 D-Mark-Pfennig. Die D-Mark wurde 1,96:1 in Euro getauscht und dasselbe Brötchen kostete also 1988 in der DDR umgerechnet 1,28 Eurocent. Dieser Preis stieg nun bis heute, 2011 um das 19,5-fache auf 25 Eurocent. Eine Geldeinheit ist damit Heute knapp 20 mal weniger Wert als noch vor 23 Jahren.

Stellt man nun auch die währungsbereinigten Verdiensthöhen gegenüberstellt, werden aus 1.000 Ostmark Monatslohn 1988 255 Euro. Ein solches Einkommen von damals mag einem heutigen von 2.500 Euro entsprechen. Damit ist das Einkommen im selben Zeitraum auf nur knapp das 10-fache gestiegen. In prozentualen Steigerungsraten ausgedrückt, stiegen damit die Einkommen von 1988 bis 2011 jedes Jahr um 10,9% die Preise aber um 14,5%.

Der Realverlust durch die fortgesetzte Geldentwertung, der sich als Differenz zwischen Einkommen und Verbrauch ergibt, betrug so gesehen seit 1988 jedes Jahr 3,6%. Bei einem aktuellen Jahreseinkommen von 30.000 Euro ist das ein jährlicher Verlust von 1.080 Euro Kaufkraft. Und diese 3,6% Verlust lassen sich als der durchschnittliche Zins verstehen, der den Kreditgebern zufließt, die dadurch Gewinn machen, dass sie ohne entsprechenden Gegenwert immer neues Geld schöpfen und damit das im Umlauf befindliche Geld entwerten.

pkp, 18. August 2011

Die notwendige Kosequenz des Kredites, jeden Kredites, ist die Entwertung des Geldes.

pkp, August 2011

Kredit-Schulden werden gemacht, weil man etwas haben will, das man sich nicht leisten kann. Private, Unternehmen und Politiker nehmen Kredite auf. Banken erfinden Geld und geben es als Kredit aus. Sie sind vielleicht übergierig, aber Banken können niemanden dazu zwingen, Geld zu leihen! Vermögen, in jeder Bedeutung des Wortes, ist gut. Kredite sind schlecht. Besonders schlecht sind Politiker die Kredite für Staaten aufnehmen, denn sie selber zahlen nahezu nicht dafür. Schlecht ist der, der keinen positiven Haushalt hält!

pkp, August 2011

Kredite sind und bleiben von Anfang an Betrügereien. Der Kreditgeber verleiht Nichts, der Kreditnehmer entleiht Nichts. Gegenüber Dritten aber geben Beide dieses Nichts als Etwas aus, - und zwar mit Erfolg! Das Geld, was sie leihen, haben Beide nicht.

pkp, 27. Juni 2011

Zum Kredit. Oft kreisen unzählige Perspektiven um dieselbe Sache. Eine kreditbasierte Staatsverschuldung zum Beispiel sieht aus verschiedenen Perspektiven verschieden aus, aber sie bleibt doch, was Sie ist. Denen, die Sie herbeiführen scheint sie vielleicht notwendig oder alternativlos oder… Sie wissen im schlimmsten Fall gar nicht was Sie tun, wenn Sie, wie Sie manchmal sagen, „steuernd (oder „rettend“) eingreifen“, – Sie tun das gemeiner Weise auf fremden Kredit. Im nächst-schlimmsten Fall bedienen Sie wissentlich irgendwelche Forderungen, aber wiederum auf fremden Kredit. Und manchmal wissen sie sogar, dass es schlecht ist, was sie da tun.

Das schlimme in allen Fällen ist, dass  1.) qua Staat das Steuern-zahlende-Volk für derartige Unfähigkeiten, Forderungen oder Gestaltungswillen in die Tasche greifen muss, dass 2.) darüber hinaus allein schon durch die Ausgabe des Kredits das Geldvermögen der Währung, in der er ausgegeben wird, entwertet wird, dass 3.) nicht nur das jeweilige Projekt sondern auch noch die Kredit!- (Achtung! nicht Geld!-)Geber bezahlt sein wollen; 4.) entsteht (besonders in demokratischen Strukturen) eine Abhängigkeit zwischen denen, die den Kredit verursachen und denjenigen die ihn ausgeben nur insofern, als erstere vielleicht zu dem Staatsvolk gehören, welches den Kredit bedienen soll. – Nehmen Private Kredite auf, so geht und bleibt das auf deren Kappe. Nehmen Menschen Kredit im Namen von Staaten auf, geht das auf die Kappe des Volkes. – Und 5.): Wenn der Staat schwach ist, dann werden Politiker letzten Endes noch das Volk knebeln, um die „Schulden“ des Staates an die Kreditgeber zu zahlen. Dann wird es im wahrsten Sinne tragisch, denn selten bis nie sind die Verursacher der Kredite, auch Diejenigen, die nun die Zahlungen dafür sicher zu stellen haben. Weiterhin haben Diejenigen, die das aus den Krediten geschöpfte Geld dereinst zu Ihren Zwecken zur Verfügung hatten, es legal erhalten. Plötzlich gibt es keine Schuld mehr, sondern nur noch Last, – großer Zauber von Manitu!

Vermögen wird von Menschen geschaffen oder entsteht als Abfall der Natur. Geschaffenes Vermögen zu teilen, oder zu weiterem Schaffen, Anderen zur Verfügung zu stellen, ist keine schlechte Sache. Wenn eine gesättigte Existenz Schöpfungskapazitäten frei hat, die Sie in den Dienst Anderer Interessen stellen kann, so ist das völlig o. k. Es ist auch in der Ordnung der Dinge, dass das Höhere sich Niedere Schöpfungsprodukte, quasi ohne zu fragen aneignet. – Der Apfel wächst, wir essen ihn… Es ist nicht in Ordnung, oder noch besser und noch deutlicher gesagt: Es ist dumm und frech (je nach der Perspektive) wenn Nicht-Existierendes als Realwert ausgegeben und angenommen wird. Genau das aber ist das Wesen des Kredits.

Das Freche kann und soll man nicht verbieten! Und es ist besser, nicht dumm zu sein.

pkp, 2. Juni 2011

Man darf sich über den Tod eines Menschen freuen! Das sage ich weniger FÜR Diejenigen, die gerade die Tötung Bin Ladens im Auftrag Obamas feiern, sondern vielmehr GEGEN den Pabst, der meinte man dürfe das nicht, und Diejenigen, die ihm nachreden. Man muss sich nicht über den Tod eines Menschen freuen, aber man darf, und zwar aus den verschiedensten Gründen, zum Beispiel auch, wenn ein Mensch seinem Leben selbstbestimmt ein Ende gesetzt hat oder nach langem Leiden endlich erlöst wurde und auch dann, wenn einer Tod ist, den man einfach wirklich nicht brauchte, sondern eher im Gegenteil... In Hinsicht auf die staatlichen Tötungskommandos, die nunmehr auch öffentlich vielfältig auf dem Planeten unterwegs sind, sehe ich vorrangig eine weitergehende Desillusionierung über den Staat vorangetrieben und enthalte mich bis auf Weiteres einer weitergehenden Meinung dazu.

pkp, 4. Mai 2011

2014!? Seit Beginn der Kriege des Westens in Afghanistan und im Irak erleben wir eine fortgesetzte Destabilisierung der Länder Nordafrikas und des Nahen- und Mittleren Ostens. George W. Bush sprach einst in Hinsicht auf den Irak vom „Leuchtturm der Demokratie“, der dort entstehen würde. Und versteht man unter Demokratie die Perpetuierung prekärer Machtverhältnisse, so hat er im schlechtesten Sinne Recht behalten. Was im Irak auf grausamste Weise geschah, setzt sich jetzt mehr oder weniger blutig in anderen Staaten fort. Ägypten, Libyien, Jemen, Syrien,… die ganze Region wird aus ihren überkommenen Formen gestürzt. Und zwar ins Chaos, machen wir uns nichts vor. Ich möchte einen historischen Vergleich anstellen, um klar zu machen, wo wir uns befinden und vor allem, welche Aussicht sich daraus ergibt.

Im Jahr 1789 fiel die französische Monarchie in einem furchtbaren Blutbad unter dem Banner von „Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit“. Der Zerfall fand seine Gegenbewegung in Napoleon, und erst 25 Jahre später, als der Krieg einmal durch ganz Europa gezogen war, konnte die Republik mit dem Sturz Napoleons im Jahr 1814 endgültig ihren Sieg feiern. Ein Jahrhundert danach, im Jahr 1914, wurde mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges der Niedergang des gerade aufblühenden Deutschen Kaiserreiches und der übrigen, in Europa noch bestehenden Monarchien eingeleitet. Hitler war die massive Gegenbewegung zu dieser Zersetzungsbewegung. Diesmal war die ganze Welt in den Krieg gezwungen und nach 1945 waren nicht nur aus Deutschland, sondern bemerkenswerter Weise auch aus Japan, demokratische Verfassungsstaaten geworden. In den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts fielen auch die osteuropäischen, staatszentral-sozialistischen Regimes und der amerikanische, republikanische Kapitalismus obsiegte gegen die Union der sozialistischen Sowjetrepubliken.

Diese Linie sehe ich mit den Ereignissen in Nordafrika, im Nahen- und Mittleren Osten fortgesetzt. Es spricht also einiges dafür, dass spätestens, wenn der Zerfall auch die großen Nicht-Demokratien dieser Region, wie Saudi Arabien oder den Iran erreichen wird, Gegenbewegungen an herausstechenden Persönlichkeiten kristallisieren werden.

Dabei muss man bedenken, dass Gott in Europa bereits tot war, als Napoleon oder Hitler auf die Bühne traten. Ein gewisser religiöser Eifer kann zwar besonders um Hitler herum noch ausgemacht werden, jedoch wird dies, aller Wahrscheinlichkeit nach, Nichts im Vergleich zu dem sein, was um einen islamischen Führer herum erwartet werden kann.

Wer glaubt, all dem mit der Wiederbelebung Gottes, mit Krieg, oder der Unterstützung demokratischer Kräfte in der nunmehr betroffenen Region sinnvoll begegnen zu können, macht einen fatalen Fehler. Wenn wir Etwas tun können, um diese Region – und die Welt! – von diesem Weg abzubringen, dann ist das, die Menschen und Völker dort politisch sich selbst zu überlassen. Umgang und Handel schließt das nicht aus. Wer zwingt denn dazu, die ganzen Welt zu demokratisieren?

pkp, 3. April 2011

Endlager für Atommüll? Aus den Augen, aus dem Sinn, möchte man den Atommüll bekommen. Also vergräbt man ihn am besten tief und sicher, wie wir das schon seit Jahrtausenden mit verschiendensten unliebsamen Dingen machen. Falsch! Sage ich. Gerade wenn es um die Sicherheit geht, ist das Vergraben, und erst recht das tiefe und endgültige Vergraben, der schlechteste Weg. Denn wir entziehen die Sache damit unserem Zugriff, der, wenn überhaupt, im Ernstfall noch etwas richten könnte. Wir müssen das Zeug in handhabbarer Reichweite behalten. Erdbeben, Wassereinbrüche, Vulkane, Eiszeiten.... Ist der Müll einmal vergraben, kann kaum Jemand mehr Einfluss darauf nehmen. Behalten wir ihn also als quasi ewige Mahnung und vor allem "ewige" Aufgabe in unserer Nähe! Meinetwegen Goldummantelt in einem bombensicheren Bunker in einem großflächigen Sperrgebiet. Hauptsache aber in greifbarer Nähe!

pkp, 18. März 2011

Atomschock Japan! Was läuft denn da wirklich in Deutschland? Also ich sage, die Kanzlerin Merkel, die übrigens im Kabinett Kohl mal Umweltmisiterin war, hat sich ein Stück Gestaltunsgspielraum zurückerobert. Sie ist nicht die getriebene der Umstände, sondern sie hat die Hysterie in Folge der Umstände genutz, um das Heft des Handelns, im Ringen mit der Energielobby, wieder in die Hand zu bekommen.

pkp, 16. März 2011

Mein Satz zur Religiosität lautet, dass sie etwas privates sei, dass nichteinmal in Kirchen gut aufgehoben ist. Sie gehört auf keinen Fall in den Staat. Die Freiheit von Religion, die Religionsfreiheit, ist meines Erachtens für den Staat nicht Möglichkeit, sondern Bedingung. Wenn Herr Seehofer also bezüglich des Gezänks um den Islam darauf hinweist, dass es "hier [in Deutschland] eine christlich-abendländische Entwicklung mit jüdischen Wurzeln gegeben habe" so möchte ich darauf hinweisen, dass das Christentum und seine jüdischen Wurzeln erst über das Antike Rom nach Deutschland kamen, und das noch Julius Cäsar (100 bis 44 v.u.Z.) in seinem Bericht über den gallischen Krieg ausdrücklich erwähnte, dass die Germanen im Gegensatz zu den sehr religiösen gallischen Stämmen weder Druiden haben, noch großen Wert auf Opfer legen. "Unter die Götter zählen sie nur die, die sie wahrnehmen und deren Wirken ihnen augenscheinlich zu Hilfe kommt, die Sonne, den Mond und Vulkan." (vgl. Sechstes Buch 13 und 14, sowie 21ff) Gerade diese, heute scheinbar fast vergessene deutsche Tradition möchte ich in der Welt und insbesondere in Deutschland und Europa bewahrt, und gut aufgehoben wissen.

pkp, 6. März 2011



Register der Freien
R. d. F.

Das Register der Freien ist ein einendes Moment und Abzeichen für diejenigen, die aus dem Kreislauf der perpetuierten Geldentwertung ausgestiegen sind. Diejenigen, die selbst noch Räder oder Rädchen der Kredit-Geld-Maschine sind, soll das Register anreizen, dies eben so zu tun.


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Friedrich Nietzsches Übermensch. Eine philosophische Einlassung

Der verhinderte Tänzer. Tausend Geschichten, tausend Fragen und ein paar Antworten

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