Ich glaube...
1.
Ich glaube, dass Deutschland in der Welt geachtet wird, auch weil es zweimal beinahe allein gegen die Welt stand.
2.
Ich glaube, dass wo es noch Religion gibt, sie zu privat ist, als dass sie in Kirchen gepflegt werden könnte. Jeder ihre Göttin! Jedem sein Gott! – und gern auch in dieser Welt! – Das Ende den Priestern!
3.
Ich glaube, dass Männer und Frauen zusammen gehören und sich gegenüber einander nicht gemein machen sollten.
4.
Ich glaube, dass es uns Deutschen gut tut, noch eine Weile über uns selbst bei uns selbst zu bleiben. Nichts ist schwerer, als mit sich selbst ins Reine zu kommen, nichts ist fruchtbarer, als in sich selbst ein paar Kreise zu laufen.
5.
Ich glaube, dass keiner, der auf Kosten einer Gemeinschaft lebt, dieser Gemeinschaft in irgendetwas vorstehen sollte.
6.
Ich glaube, dass die Welt dreidimensional ist, und dass die drei Dimensionen mit „Grenze“, „Gehalt“ und „Richtung“ ganz gut benannt sind.
7.
Ich glaube, dass man die heutigen Politiker nur verstehen kann, wenn man sie als funktionale Fortsetzung des Priestertums begreift. Und auch die Parteien weisen durchaus Merkmale von Kirchen und Sekten auf.
8.
Ich glaube, dass sich die Welt in einem Prozess der Desillusionierung befindet, oder besser, in einem Prozess der Des-Idealisierung. Der Staat in diesem Sinne wird fallen.
9.
Ich glaube, dass es in Sachen der Weisheit kein Geheimnis braucht. Die Falschen verstehen es falsch und die Richtigen richtig. Der Rest folgt daraus.
10.
Ich glaube, dass Staat allein Sinn macht, als Aufrechterhaltung und Sicherstellung des fortgesetzt guten Krieges. – Eben das ist mir auch der sinnvollste Begriff von Demokratie. Aber warum an Worten kleben.
11.
Es liegt in der Notwendigkeit der Dinge, dass der Schaffende mehr gibt, als er empfängt.
Pierre Kynast, Merseburg, 8. August 2010
12.
Ich glaube, dass der Sozialismus ein Übel ist, das auch im Nationalsozialismus steckt(e). Sozialismus verstanden, als das implizite oder explizite Versprechen, dass jemand Anderes sich darum kümmert, dass für Dich irgendetwas besser wird; - von daher der Sozialismus also als Erbe des Heilsversprechens einiger Religionen, insbesondere des Christentums. Ich glaube weiterhin, dass das Schema von Hirt und Herde falsch und entwürdigend ist, wo es auf Verhältnisse von Menschen zueinander angewandt wird. Erstens sind die Unterschiede innerhalb einer Spezies etwas gänzlich Anderes, als Unterschiede zwischen verschiedenen Spezies. Zweitens hütet der Hirt die Herde allein als Instrument zu seinen Zwecken. Wo Sozialismus und das Schema Hirt und Herde Hand in Hand gehen, kann also die Heuchelei kaum größer sein.
Pierre Kynast, Merseburg, 12. September 2010
13.
Ich glaube, dass wir Abendländer, im guten Krieg mit dem Islam, voll Stolz darauf beharren sollten, dass wir Gott verworfen haben, dass wir in Euren Augen gott-los sind. In dieser Überwindung sind wir Euch voraus! Wir sollten auch nicht die Mumie immer und immer wieder durch die Gassen tragen. "Ruhe in Frieden", dies sei unser letztes Gebet.
Pierre Kynast, Merseburg, 27. November 2010
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